Kolumbien – das einzige Risiko ist, dass du bleiben willst…

…so lautet ein treffender Spruch der Tourismuswerbung Kolumbiens. Aber ohne Zweifel passt dies auch sehr gut für ganz Südamerika. Dieser faszinierende Kontinent bietet seinen Besuchern eine Vielzahl an Eindrucken, Erfahrungen und Abenteuern und am Ende steht daher auch die Erkenntnis, dass man doch eigentlich viel zu kurz dort gewesen ist.

Am Anfang der Südamerika Rundreise erhält die Euphorie aber meist einen Dämpfer. So erwecken die Medien oder andere Reisehinweise schnell den Eindruck, dass man außerhalb des Flughafens vogelfrei für allerlei kriminelle Elemente wird. Auch mir erging es nicht anders und so stieg ich mit einem mulmigen Gefühl in das Flugzeug nach Kolumbien. Doch um es vorweg zu nehmen, dem ist nicht so! Auf meiner einmonatigen Kolumbien Rundreise 2012 fühlte ich mich stets sicher, egal ob auf den schneebedeckten Hängen des Nevado del Ruiz Vulkans oder in den Straßen von Medellin. Es ist jedoch wichtig nicht blind zu sein, weder für die Schönheit des Landes und seiner Bewohner, noch für die möglichen Risiken.

Entsprechend stand vor meiner Südamerika Reise auch eine gute Planung. Die wichtigsten Punkte sind dabei eigentlich selbstverständlich für jeden Auslandsaufenthalt. Beispielsweise war das mal wieder ein guter Anlass für einen Blick in den Impfpass. Meine Krankenkasse half mir auch gerne weiter und so gab es für mich ein paar Nadelstiche mehr. Neben den üblichen Impfungen kamen Typhus, Hepatitis-A und Gelbfieber hinzu. Eine Tollwut-Impfung war hingegen nicht nötig für mich. Natürlich gehört zu einer guten Vorbereitung auch eine Reiseapotheke und Kenntnisse über empfohlene Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene. Andere Dinge sollten aber dabei nicht vergessen werden! So kann es sich mit der Bargeldversorgung durchaus sehr unterschiedlich gestalten. In Kolumbien funktionierten Kreditkarten recht gut. Travellerschecks hingegen sind kaum geeignet, da man sie nur schlecht einlösen kann. Auch an die richtige Kleidung ist zu denken, sonst kann es so manche Überraschung geben. Bei Bogotá/Kolumbien denken viele sicher erst einmal an einen Ort nahe am warmen Äquator, aber auf 2640m Höhe kann es sehr kalt werden. Das heißt aber auch nicht, dass man nicht trotzdem schnell einen Sonnenbrand bekommt. Und wenn man dann nach Cartagena reist, kann die luftige Sommerkleidung auch wieder herausgeholt werden.

Doch zu Kolumbien gehört es auch, sich über weitere Risiken zu informieren. Einige Landesteile bzw. Stadtteile sind durchaus gefährlich. Es empfiehlt sich daher, auch damit vertraut zu sein. Problematisch sind beispielsweise vor allem die Grenzregionen. In den größeren Städten und an der Karibikküste ist es hingegen relativ sicher. Gegen Risiken durch Kriminalität kann ebenfalls jeder etwas tun. Am Wichtigsten ist ein gesunder Menschenverstand und viele kleine Vorsichtsmaßnahmen helfen zusätzlich. So schadet es nie nur kleine Geldbeträge mitzuführen bzw. das Geld am Körper zu verteilen und die Kreditkarten im Hotelsafe zu lassen. Im Falle des Falles ist dann die Brieftasche leer, aber die Reise nicht ruiniert. Selbstverständlich sollte man auch nicht allzu offensichtlich mit Schmuck oder teurer Technik herum laufen. Was aber auch nicht heißt, dass man immer Angst haben muss, die Spiegelreflexkamera zu zücken. Und gegen viele Diebesmaschen hilft einfach Wachsamkeit und ein gesundes Bauchgefühl. Es ist besser mit einem Jogurt-Fleck herum zu laufen, als einer besonders „freundlichen“ Dame zum Waschbecken zu folgen.

Daneben ist es immer auch hilfreich ein wenig Spanisch zu können. Ganz abgesehen davon, dass man so viel besser die Menschen kennenlernen kann. Natürlich ist Kolumbien bzw. Südamerika nicht überall gleich, das wäre ja auch langweilig. Die Gegebenheiten, Sehenswürdigkeiten und Risiken variieren von Land zu Land und von Region zu Region. Leider kann es eine sehr mühselige Arbeit sein zu einzelnen Themen oder Regionen Informationen, abgesehen von üblichen Sightseeing-Tipps, zu finden. Das Auswärtige Amt bietet dann doch nur wenige Details und wie man am internationalen Flughafen Bogotá ein seriöses Taxi findet, erfährt man nicht. In diesem Fall konnte mich glücklicherweise vorab mein Hotel in Bogotá beraten.

Für mich blieb letztlich tatsächlich das größte Risiko, dass ich bleiben wollte bzw. wieder dorthin möchte. Auch wenn Kolumbien keinen sehr guten Ruf hat und Berichte über Entführungen das nicht unbedingt verbessern, so sollte niemand ein vorschnelles Urteil fällen. Ich für meinen Teil vermisse die Tage im Tayrona Nationalpark an der Sierra Nevada, die Erfahrung auf einen aktiven Vulkan in 4800m Höhe zu stehen, der Genuss leckerer Empanadas und frischgepresster Säfte, die Eindrücke in den so verschiedenen Städten Bogotá, Medellin oder Cartagena und die traumhaften Strände auf der kolumbianischen Karibikinsel San Andrés.

Eine Reise nach Kolumbien muss mit guter Vorbereitung und Verstand nicht gefährlich sein! Sprechen Sie einfach mit unserem Kolumbien Spezialist. Weitere Infos aus www.safe-travelling.com