Auto fahren in Brasilien

25 Jul
25. Juli 2010

Um Brasilien frei und unabhängig zu entdecken lohnt es sich dies mit dem Auto zu tun. Jeder kann das mit einem normalen deutschen bzw. europäischen Führerschein tun. Wer sicher gehen, sollte sich auf der Führerscheinstelle der Stadt einen internationalen Führerschein holen. Ist nur ein Dokument, kostet 16€ und ein Passbild. Ich habe auch gehört das eine von einem brasilianischen Notar (Cartorio) beglaubigte Kopie des Führerscheins ausreicht, kostet 2€ und einen Cartorio findet man in jeder Stadt.
Im Netz wird viel geschrieben und es gibt viele Horrorgeschichten über das Auto fahren in Brasilien. Ich finde das Auto fahren nicht so kompliziert, außer dass man sich oft über die schlechten Straßenverhältnisse aufregt.

Der Verkehr

Das öffentliche Verkehrssystems Brasiliens gehört nicht gerade zu den Besten in der Welt. Wer es sich leisten kann fährt Auto. Der Güterverkehr wird auch fast ausschließlich über LKW (Caminhão) abgewickelt. Das bedeutet, die Straßen in den Städten und Großräumen sind voll.
In São Paulo ist das Problem sogar so schlimm, dass man dort ein Rodizio de Automóveis eingeführt hat. Das Rodizio de Automóveis bedeutet das an bestimmten Tagen, Autos deren Nummernschild mit einer bestimmten Zahl enden an ausgewählten Tagen nicht fahren dürfen. Die Brasilianer sind natürlich kreativ genug, um solch eine kleine Hürde zu umgehen. Die Reichen kaufen sich erstmal genug Autos mit den richtigen Nummernschildern. Die Dreisten fälschen die Nummern auf den Schildern oder haben genug extra Nummernschildern zu Haus. São Paulo ist wie in vielen Dingen ein extrem Beispiel, aber auch der Verkehr in der doch beschaulichen Stadt Florianópolis kommt regelmäßig zum erliegen. Es staut sich gern in Brasilien.

Die Straßen

Die Rodoviária Federal kurz auf Karten und im Volksmund als BR bezeichnet, ist die Autobahn hier. Natürlich ist die BR auf manchen Strecken schlecht ausgebaut und hat Löcher. Sie ist aber sicherlich keine Schotterpiste und lässt sich ganz normal ohne Probleme befahren. Die zugelassene Höchstgeschwindigkeit beträgt 100 km/h. Es gibt kostenlose Autobahnen und kostenfreie, im Staat São Paulo sind es besonders. Für Santa Catarina kann ich nur sagen, dass Mautgebühren die Straßen leider auch nicht immer besser machen.

Die Landstraßen (rodovias estaduais) werden hier abgekürzt mit den Abkürzungen des jeweiligen Bundesstaates wodurch sie laufen. So heißt eine Landstraße in Santa Catarina SC und eine Landstraße in São Paulo SP und in Mato Grosso do Sul MS. Auch hier gibt es Unterschiede in der Beschaffenheit der Straße. Die Straßen sind aber asphaltiert, kleine Ausnahmen ausgenommen. Die Landstraßen führen häufig durch Städte und da der Brasilianer nicht gerade gerne bremst, muss man ihn dazu bewegen. Kontrollen nutzen da wenig, deswegen verwendet man dort oft die Lombada und die Tartaruga. Die Lombada ist eine Straßenschwelle, die wir ja auch aus Deutschland kennen. In Brasilien wird sie aber viel häufiger verwendet. Die Tartaruga (Schildkröte) sind Hartplastikteile in den Asphalt eingelassen und so ca. 10 bis 20 cm hoch. Die Lombada wird durch Schilder angekündigt und ist zusätzlich, auch meistens gelb gestreift, so sollte es zumindest sein, aber die Ausnahme bestätigt die Regel. Durch diese Maßnahmen verhindert man, dass die Brasilianer ungebremst durch Ortschaften fahren. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 80 km/h – 100 km/h.

Im Ort oder auch in der Stadt trifft man sehr häufig auf die Lombada und die Tartaruga. Wenn es sich nicht um eine Stadtautobahn handelt. Die größeren Städte und Orte verfügen auch über asphaltierte Straßen, Straßenschäden nicht ausgenommen. Wer sich in dünn besiedelte Gebiete begibt oder auch in kleiner Dörfer der wird häufiger auch auf nicht asphaltierte Straßenabschnitte treffen, die leider auch sehr oft viele Schlaglöcher aufweisen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 60 km/h.

Im Straßenbau muss noch einiges getan werden! Auch wenn der Geländewagen hier kein muss ist.

Die Verkehrsteilnehmer

Eins sollte von vornherein klar, sie fahren in einem Land wo Straßenregel weniger gelten als in Deutschland. Was aber nicht bedeutet, dass es in Brasilien zugeht wie in Vietnam. Hier wir an einer roten Ampel gehalten, an Stopschildern (sehen aus wie in Deutschland steht nur PARE anstatt STOP drauf) normalerweise auch. Hier wird viel rechts überholt und es wird an Stellen abgebogen, wo man es eigentlich nicht darf. Es wird gehupt und gedrängelt. Der Brasilianer sind halt Heißblütler!

Besondere Vorsicht ist bei Motorradfahrern geboten, die überholen wo und wie es gerade geht. Eine zweispurige Autobahn hat für Motorradfahrer im drei Spuren, nämlich die in der Mitte, wo die Motorräder in der Regel am liebsten überholen. Gilt auch für die Stadt und die Landstraße. Also Vorsicht beim Spurwechsel und immer schön Schulterblick machen.
LKWs und Busse fahren in der Regel auch sehr wild und fordern für sich meist das Rechts des stärkeren ein. Hier am besten genügend Abstand und nachgeben.
Bei Autobahnauffahrten nicht damit rechnen, dass jemand für sie bremst und sie rein lässt. Dort auch bitte immer genau schauen und ggf. etwas länger auf dem Seitenstreifen bleiben.
Fahrräder fahren oft in gegen die Fahrtrichtung und sind zuweilen auch auf der Autobahn zu finden. Licht an Fahrrädern findet man sehr selten. Zum Schluss zu den Fußgängern. Diese sind sehr unbedacht und überqueren sehr gerne Autobahnen und Landstraßen. Auch da bitte immer gut die Augen aufhalten.

Wo kann ich am besten ein Auto im Internet mieten?

Wir empfehlen drei Mietwagen Webseiten die über ein großes Brasilien Angebot verfügen und einfach zu bedienen sind.

Mietwagenmarkt.de

Ist eine Mietwagen-Suchmaschine. Die Seite ist ausschließlich für Mietwagen und macht das hervoragend. Hat verschiedene Anbieter im Vergleich. Es gibt ein großes Brasilien Mietwagen Angebot. Sinnvolle Feineinstellungen in der Suchfunktion.

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Vielen vielleicht schon bekannt als Flugbörse bietet auch ausgezeichnete Konditionen im Mietwagen Bereich. Es gibt ein gutes Brasilien Angebot gepaart mit ein einer gut strukturierten Seite, die einem einfach buchen lässt.

Fazit:

Brasilien lässt sich für den erfahrenen Autofahrer ohne Probleme mit den Auto entdecken. Wer allerdings in einer deutschen Großstadt schon mit Angst fährt, sollte es vielleicht lieber lassen. Aber es gibt auch viele ländliche Gegenden wo eigentlich jeder mit ein wenig Erfahrung problemlos fahren kann. Lassen sie sich nicht provozieren und vergessen sie nicht, der Klügere gibt nach.

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