Von Iquitos nach Cusco – Auf dem Weg ins heilige Tal

 

Reißende Flüsse in den Tälern. Schneebedeckte Kuppen in den Bergen. Dort, wo die Natur ausreißen möchte und sich in Strömen durch die Wüstenküste „La Costa“ fräst, blühen Oasen, die den Naturgewalten aus dem Hochland trotzen. Eine besondere Kulsisse für Südamerika Reisen.

Auf den Spuren Alexander von Humboldts

Doch der Sieg über die Natur hat seinen Preis. Iquitos, das „Venedig Perus“ ist zwar ein fruchtbarer Landstrich, der in ampelfarbenen Mangos, Avocados mit sonnengelbem Fruchtfleisch und erstklassigem Hochlandkaffee schwelgt.
Doch um die Dschungelstadt rankt ein Geheimnis, denn es gibt keine Fernstraße, die zu ihr führt. Kein Wunder, dass sich so viele Sagen um die nordperuanische Stadt ranken. Die meisten erreichen Iquitos mit einem Flugzeug. Nur wer das Abenteuer sucht, schippert mit einem Boot den Amazonas hinauf und verfolgt dabei die Spuren Alexander von Humboldts.

Lama am Machu Picchu

Lama am Machu Picchu

 

Hier trifft er auf naturbelassene Strände, die nicht idyllischer sein könnten und sich optimal für eine Südamerika Rundreise eignen. An entlegenen Amazonasufern ist das Leben zur Ruhe gekommen und beschränkt sich aufs notwendigste. Wer nicht gleich den wildwüchsigen Regenwald bezwingen möchte, kann es auf einer Kanufahrt ruhig angehen und den Abend bei Kerzenschein in einer Hängematte inmitten eines Lodgestädtchens ausklingen lassen. Und das auf sehr authentische Weise. Denn die touristischen Unterkünfte sind den tatsächlichen Behausungen wie den schwimmenden Häusern in Belen nachempfunden.

Die Indios leben hier in einfachen (nicht unbedingt ärmlichen) Verhältnissen. Das merkt man besonders dann, wenn eines ihrer Dörfer mal wieder kurzzeitig unter Wasser steht und sie notgedrungen unter eine Zeltplane ziehen müssen. Die Indios machen gute Miene zum bösen Spiel und nehmens gelassen. Denn sie haben ihr Leben auf Wasser gebaut und sind auf seine Schätze angewiesen und lassen die Natur auch dann walten, wenn sie „ausufert“.
Für Backpacker beginnt hier der Dschungeltrip oder eine Flussfahrt, die sie bis ins 1.000 Kilometer entfernte Cusco führt. In Iquitos hat der Amazonas schon eine beachtliche Reise hinter sich. Denn es hat ihn aus dem Norden Brasiliens hierher verschlagen. Hier kehrt er als Ausläufer des Südatlantiks beim brasilianischen Manaus entlang ins südwestliche Peru ein. Wikitravel empfiehlt für diesen mehrtägigen Trip die Route: Pucallpa-Tingo Maria-Huanuco-Huancayo-Ayacucho-Abancay-Cusco.

Heilige Tal

Das touristische Städtchen hat selbst dann, wenn man es für 1-2 Tage nicht verlässt, genug zu erzählen. Schon die erste Nacht wird zum Abenteuer: Auf dem Plaza Regocijo hat der Himmel Feuer gefangen. Kunstvoll ineinander verwachsene Steine zieren die Inkamauern. Im Licht der ersten Morgensonne wirken sie noch blass. Aber dafür reihen sie sich girlandenförmig durch die Altstadt Cuscos. Zwischen all den Touristen einen Schnappschuss von ihr zu machen ist allerdings nicht besonders leicht. Deswegen sollte man sich so früh wie möglich auf den Weg machen – noch vor dem großen Touristenstrom.

Tagestour ins Heilige Tal

Kurz bevor sich die Vegetation in den höchsten Wipfeln des Valle Sagrado verselbständigt, treffen Wanderer im Tal nochmal auf ein bisschen Zivilisation in Form der berühmten Maistrassen von Moray.
Nicht nur um Iquitos ranken Sagen. Auch Cusco ist der Schauplatz so mancher Inkasage, speziell die Ruine von Qoricancha. Ähnlich wenig wie wir über das europäische Mittelalter (Engl.: „Dark Ages“) wissen, wissen die Indios über ihre eigene Früh- und Vorzeit. Denn: Allein die Tatsache, dass verschiedene Führer verschiedene Geschichten erzählen zeigt, dass das gesicherte Wissen gering und die Vorstellungen umso vielfältiger sein müssen. Ein Grund mehr, sich auf den Weg zu machen und die Inkastadt auf eigene Faust zu erkunden.

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